Moorbahn

Mit der Schmalspurbahn in das Große Moor
(Dauer: ca. 2,5 Stunden)

Foto: W. Rhode
Die Besonderheiten der Moorlandschaft auf dem Gebiet der Gemeinde Sassenburg zeigen wir Ihnen auf einer Fahrt mit unserer Moorbahn. Los geht es hinter der Streuobstwiese in der Ortschaft Westerbeck. In überdachten, aber nicht regensicheren Wagen führt die Tour mit gemütlichen 6 km/h in das Große Moor und wieder zurück. Sie werden sehen, wie und wo Torf abgebaut wird. Wir zeigen Ihnen, wie Flora und Fauna die gegebenen Bedingungen angenommen haben. Nicht nur auf der Fahrt, sondern auch auf der Streuobstwiese erhalten Sie viele interessante Informationen über Natur und Umwelt.

Neue Streckenführung

Wir sind dabei, die Wegführung der Moorbahn zu ändern und mit einem Rundkurs die Fahrten für unsere Gäste abwechselungsreicher zu gestalten.
Aktuell starten wir am Bahnhof an der Streuobstwiese "Am Hagen". Anschließend fahren wir in nördlicher Richtung am Rande des Naturschutzgebietes bis fast an den Rand des Elbe-Seitenkanals.
Den Startpunkt werden wir nicht verändern, Treffpunkt bleibt die Streuobstwiese. Unsere Touren werden künftig jedoch in südlicher Richtung entlang des "80-Morgen-Weges" in das Landschaftsschutzgebiet führen. Nahe des Moorkanals am Industriegelände Triangel wird ein Moorbahnhof mit einem anschließenden ca. 200 m langen Bohlenweg entstehen. Vom Bohlenweg aus werden wir einen erhalten gebliebenen Torfwall erkunden können. An ihm kann die gesamte Entwicklung des Großen Moores von der Niedermoorzeit bis heute nachvollzogen werden.  Anschließend können wir uns Phasen der Renaturierung in den in der Nähe vorhandenen Pütten/Renaturierungsbecken anschauen.

Foto: H. DettmerFoto: H. Dettmer
Die Strecke am Moorkanal wurde zunächst mit einem Mulcher von Baum- und Strauchwerk befreit. Der Versuch, mit dem schweren Gerät zum Einsatzpunkt zu kommen, endete kurzfristig auf der ersten Moorfläche. 
Hilfe kam von der Fa. Euflor, deren Raupe mit den breiten Ketten den Mulcher herauszog. 

Foto: H. DettmerFoto: H. Dettmer

Nächste Großtat war der Kauf und die Aufbereitung der Gleise für die Rundstrecke. Verrostete Stahlschwellen mußten von den Schienen abgeflext und neue Schwellen untergeschweißt werden.

Foto: H. DettmerFoto: H. DettmerFoto: H. Dettmer

Die Schienen wurden mit sogenannten "Bellos" (Materialloren) an die neue Strecke gebracht, mit dem Bagger an der richtigen Stelle abgelegt und anschließend miteinander verschraubt. Die Schienen für die Kurven wurden vor Ort auf den notwendigen Radius gebogen , anschließend wurden sie mit neuen Schwellen verschweißt.

Foto: H. DettmerFoto: H. DettmerFoto: H. Dettmer

 Foto: H. DettmerFoto: H. Dettmer

Der Moorbahnhof mit den Bohlenwegen sowie eine Aussichtsplattform sollen in 2017 erstellt und in Betrieb genommen werden.